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Blitzinterview mit Sebastian Rieschick: "4er-Teams nicht gut für uns Deutsche!" Selm-Cappenberg. Christoph Kellermann, Chef vom Dienst der Tennisredaktion, sprach mit Sebastian Rieschick, kurz vor dessen Abreise nach Australien. Hier das Blitzinterview: Tennisredaktion.de: Richi, auch wenn das eine oder andere Turnier noch bevor steht, die Saison 2006 ist nun doch weitestgehend abgelaufen. Wie lautet Dein Fazit? Sebastian Rieschick: Am Anfang des Jahres lief es ganz gut für mich, dann hatte ich eine Formkrise. Fazit: nicht zufriedenstellend. +++ Tennisredaktion.de: Was dürfen die Fans 2007 von Dir konkret erwarten? Wie sehen Deine Ziele für die neue Saison aus? Sebastian Rieschick: Ich will an meine alte Form anknüpfen und mir ein viel besseres Ranking erarbeiten. +++ Tennisredaktion.de: In diesem Jahr hast Du unter anderem auch in der Bundesliga aufgeschlagen. Wie wichtig ist die Liga für Dich persönlich? Sebastian Rieschick: Auf der einen Seite finde ich das ganz gut mit der neuen Doppelregel wird es spannender gemacht, vor allem für das Publikum. Was die Vierer-Teams angeht, so finde ich es schade, dass auf diese Weise noch weniger deutsche Spieler zum Einsatz kommen können, als ohnehin schon. +++ Tennisredaktion.de: Wirst Du auch im kommenden Jahr wieder in der Bundesliga auflaufen? Wenn ja, für welchen Verein? Sebastian Rieschick: Ich hoffe ja, im Moment ist noch alles offen. +++ Tennisredaktion.de: Wenn Du den perfekten Tennisprofi schnitzen könntest, welchen Kollegen würdest Du in den folgenden Rubriken die besten Noten einräumen? Sebastian Rieschick: Beste Vorhand: Fernando Gonzalez. Beste Rückhand: David Nalbandian. Bester Aufschlag: Greg Rusedski. Bester Return: Andre Agassi. Bester Volley: Tim Henman. Bester Stoppball: Guillermo Coria. Beste Beinarbeit: Roger Federer. Beste Konzentration: Roger Federer. Beste Medienwirksamkeit: Alexander Waske. +++ Tennisredaktion.de: Richi, wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg auf der Tour und werden Deine Resultate selbstverständlich auch in Zukunft auf unserem Portal medial begleiten. Sebastian Rieschick: Thanks, Män...
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"Ich liebe es, wenn meine Fans mich pushen, wenn sie mich aufbauen..." Die Werbe-, Presse- und Internetagentur Agentur Kellermann, die auch das Internetportal Tennisredaktion.de betreibt, betreut seit kurzem mit Sebastian Rieschick einen weiteren deutschen Tennisprofi im weltweiten Datennetz. Grund genug für den Chef vom Dienst der Tennisredaktion, Christoph Kellermann, zum Einstand ein kleines Interview mit der früheren Nummer eins der Junioren-Weltrangliste zu führen...
Tennisredaktion.de: Sebastian, da Deine Homepage durch unsere Agentur neu aufbereitet wurde, haben wir auch einen Überblick über Deine Aktivitäten auf der ATP-Tour erhalten. Du bist bei der ATP seit 2004 erfasst. Wie lautet das Fazit Deiner noch jungen Karriere? Sebastian Rieschick: Im Moment bin ich nicht ganz so zufrieden. Ich hoffe das es wieder so vorwärts geht, wie am Anfang des Jahres.
Tennisredaktion.de: Wie bist Du momentan aufgestellt, was Dein Umfeld angeht? Wer managt Dich, wer trainiert Dich? Erzähl uns ein wenig darüber! Sebastian Rieschick: Mit meinem Umfeld bin ich sehr zufrieden. Meine Eltern stehen immer hinter mir. Ich habe mit Ulf Fischer einen sehr guten Trainer und mit Dirk Hordorff einen sehr, sehr guten Manager.
Tennisredaktion.de: Du giltst in der Szene als äußerst Fanfreundlich. Wie wichtig sind Dir Deine Fans? Sebastian Rieschick: Meine Fans sind mir sehr sehr wichtig!!! Ich liebe es, wenn sie mich pushen, wenn sie mich aufbauen und hinter mir stehen.
Tennisredaktion.de: Wenn Du Dein Spiel selber analysieren würdest, wo glaubst Du liegen Deine besonderen Stärken und woran musst Du in naher Zukunft hart arbeiten? Sebastian Rieschick: Zu meinen Stärken würde ich meine Schläge zählen. Aber meine Beinarbeit und Schnelligkeit muss ich noch ein bisschen verbessern...
Tennisredaktion.de: Gibt es für Dich sportliche Vorbilder an denen Du Dich orientierst bzw. denen Du nacheiferst oder versuchst Du ausschließlich eine eigene Personality zu entwickeln? Sebastian Rieschick: An Roger Federer finde ich faszinierend, was für eine Ruhe er ausstrahlt, aber sonst versuche ich meine eigene Persönlichkeit rüber zu bringen und so zu sein wie ich bin.
Tennisredaktion.de: Als Junior gehörtest Du bereits zur absoluten Weltspitze. Wie schaut das nun bei den Herren aus? Um mal mit den Worten von Xavier Naidoo zu fragen: Ist der Weg steinig und schwer? Sebastian Rieschick: Ja! Der Unterschied zwischen dem Junioren- und Herrentennis ist schon gewaltig! Es ist wahrlich kein leichter Weg, aber ich probiere alles dafür zu geben, um bald auch bei den Herren erfolgreich zu sein.
Tennisredaktion.de: Xavier Naidoos Song „Dieser Weg…“ gehörte in der Kabine unserer Fußballnationalmannschaft immer zum Ritual im Rahmen der Matchvorbereitung. Hast Du auch einen Song, der Dich besonders inspiriert und vor allem motiviert? Sebastian Rieschick: Ja, ich habe sogar mehrere. Das variiert je nach Stimmung und Tagesform. Grundsätzlich höre ich aber jede Art von Musik gerne...
Tennisredaktion.de: Wie sehen Deine kurz-, mittel- und langfristigen Ziele auf der ATP-Tour aus? Sebastian Rieschick: Mein Ziel war es immer schon, das Beste aus mir heraus zu holen. ich denke auch, dass da noch einiges geht. Ich möchte gerne vorne mitspielen bei den Top 100, Top 50. Wenn ich es schaffe natürlich noch besser... ;-)
Tennisredaktion.de: Dein bislang schönster Erfolg? Sebastian Rieschick: Mein bislang schönster Erfolg war es, die Nummer 1 der Junioren-Weltrangliste zu sein.
Tennisredaktion.de: Dein bislang unglaublichstes Match? Sebastian Rieschick: Das war erst vor kurzem und zwar gegen Jimmy Wang in Italien im Viertelfinale des Challengers. Leider musste ich mich da auch noch mit 6:7 im dritten geschlagen geben. Aber das Match war schon der Hammer...
Tennisredaktion.de: Zum Abschluss eine Frage, die vor allem die weiblichen Fans brennend interessiert: Bist Du Single? Sebastian Rieschick: Ja.
Tennisredaktion.de: OK, Sebastian, wir alle wünschen Dir viel Erfolg auf dem Weg, der kein leichter sein wird. Aber wie sagte Xavier? „2010…“
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Sebastian Rieschick im Interview mit Barbara Ritter, TVBB-Verbandstrainerin! Berlin. Am 20. September 2003 stellte sich Sebastian Rieschick den Fragen der Verbandstrainerin des Tennis-Verbandes Berlin-Brandenburg e.V., Barbara Ritter, ebenfalls Chefcoach des TC Lichtenrade Weiß-Gelb. Das Gespräch kam anlässlich der Jugendclubturnier-Abschlussfeier des TC Lichtenrade zustande.
Barbara Ritter: Na Basti, du sitzt hier mit der gelben Schleife im Arm, ich denke, die Jugendwarte haben dich heute Abend mit dem Präsent des Clubs kalt erwischt. Sebastian Rieschick: Ich kann es immer noch gar nicht glauben. Damit habe ich nicht gerechnet. Du hast ja schließlich auch immer von einem Sweatshirt gesprochen (Sebastian erhielt für seine guten Erfolge in den letzten 6 Jahren immer ein Sweatshirt in aktuellen Farben mit Lichtenrade Logo) und jetzt ist es ein Auto. Die Schleife hänge ich zu Hause in den Trophäenkeller.
Barbara Ritter: Oh, das ist eine Ehre für uns. Du hast im letzten Herbst einen schwierigen Schritt gewagt und bist nach Hannover ins Bundesleistungszentrum gezogen, um Tennisprofi zu werden. Wenn Du jetzt zurück blickst, wie war das? Sebastian Rieschick: Der Anfang war sehr schwierig. Ich lebte von Montag bis Freitag in Hannover und habe den ganzen Tag bei Herrn Pfannkoch – Bundestrainer Tennis- und Herrn Kraft - Bundestrainer Kondition- trainiert. Mit beiden Trainern komme ich sehr gut aus und mit meinen Kumpels – andere Spieler, die auch dort trainieren – auch. Aber ich war noch nie so lange von zu Hause fort und ich hatte in den ersten Monate ziemlich starkes Heimweh nach meinen Eltern, nach meinen Freunden. Mir fehlte einfach die Berliner Atmosphäre und auch die Wärme und Herzlichkeit, die ich hier im Club erfahre! Dazu kam noch, dass ich mich auch ziemlich oft vor Muskelkater nicht mehr rühren konnte, denn solche Trainingsumfänge war ich einfach nicht gewöhnt. Zum Glück konnte ich am Wochenende nach Hause fahren, da habe ich wieder aufgetankt.
Barbara Ritter: Hast Du denn mit der Schule aufgehört? Sebastian Rieschick: Nein, die Sportschule in Hohenschönhausen machte es möglich, dass ich die Schularbeiten über den Laptop bearbeiten konnte und wenn ich in Berlin war, habe ich die notwendigen Arbeiten nachgeschrieben. Jetzt bin ich in die 12 Klasse versetzt worden. Diese Klasse werde ich jetzt statt in einem Jahr in zwei Jahren absolvieren. Das wird mit den Sportlern, die so viel wie ich unterwegs sind so gehandhabt, und danach möchte ich Abitur machen!
Barbara Ritter: Hast Du Freunde auf der Tour? Sebastian Rieschick: Zum Glück verstehe ich mich mit den anderen Spielern im DTB Landesleistungszentrum sehr gut, aber richtige Freunde habe ich nur in Berlin.
Barbara Ritter: Wer bezahlt eigentlich die ganzen Reisen und das Training beim DTB? Sebastian Rieschick: Das Wohnen und Essen in Hannover kostet meine Eltern cirka 500 Euro im Monat, das Training und die Reisen bezahlt der DTB. Wenn ich allerdings verliere, muss ich abreisen oder das Essen und Hotel selbst bezahlen, deshalb gewinne ich die Turniere lieber.
Barbara Ritter: Die Sommersaison kann man ruhig als sensationell bezeichnen. Durch deine Siege in ITF 1 Turnier in Frankfurt und Essen bist Du ja sehr hoch auf der Weltrangliste gestiegen. Wo stehst du gerade? Sebastian Rieschick: Nach dem Sieg in Frankfurt war ich die Nr. 17 der Welt und nach dem Sieg in Essen werde ich als Nr. 9 beim Jahrgang 1985 und als Nr. 1 beim Jahrgang 1986 geführt !
Barbara Ritter: Du hast dir vor vier Wochen den kleinen Finger gebrochen. Wie hast du dich da gefühlt? Sebastian Rieschick: Leider passierte dieses Missgeschick mir beim Basketball. Nicht nur der Finger war gebrochen, auch die Kapsel war kaputt. So schnell kann es gehen, dass man plötzlich nicht mehr spielen kann. Ich verstehe heute viel mehr, wie Profis sich bei Verletzungen fühlen. Man will, darf aber nicht. Der Zeitpunkt dazu war auch ziemlich ungünstig. Durch meinen Sieg in Essen hatte ich eine Wild Card bei einem Herren ATP Turnier für die Hauptrunde gewonnen. Das hätte meine ersten Weltranglistenpunkte für die Herrenrangliste bedeutet, aber leider konnte ich nicht mitspielen. So versuchten wir alles, um mich für das Junioren Grand-Slam-Turnier, die US Open in New York, fit zu kriegen.
Barbara Ritter: Die du dann ja auch mitgespielt hast. Du warst ja in diesem Sommer auf drei Grand-Slam Turnieren: Roland Garros in Paris, Wimbledon in London und US Open in New York. Welches Turnier hat dir persönlich denn am besten gefallen? Sebastian Rieschick: Mir haben die US Open in New York am besten gefallen. Nachdem ich im Achtelfinale gegen den späteren Sieger verloren hatte, bin ich dageblieben und habe die Halbfinalspiele der Männer, das Finale sowie die Verabschiedung von Pete Sampras live erlebt. Das war unglaublich gutes Tennis, und mir lief zeitweise ein Schauer über den Rücken. Die Verabschiedung von Sampras war auch sehr emotional. Sampras weinte und um mich herum noch einige Leute. Danach sitzt man dann auf dieser Tribüne und hat eigentlich nur noch einen Wunsch: da unten möchte ich eines Tages auch mal stehen!
Barbara Ritter: Vielen Dank, Sebastian !
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